Die Digitalisierung als gesellschaftlicher Prozess durchdringt bereits etliche alltägliche Lebensbereiche. Sie zeigt vier Folge-Effekte: Globalisierung, Beschleunigung, Technisierung und Rationalisierung. Die technologische Entwicklung folgt der Logik des neoliberalen Kapitalismus, verspricht schier unbegrenztes Wirtschaftswachstum und Rationalisierung der Produktionsweise. Digitalisierung ist jedoch kein neutraler technischer Selbstläufer, sondern ein gesellschaftlicher Prozess, dessen Akteure ihn in verschiedene Richtungen vorantreiben, steuern, kontrollieren, diskutieren und verhandeln.
Die Herausgeberinnenschaft der Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien freut sich über Manuskripte, die sich insbesondere folgenden Fragen und Problembereichen widmen: Wie lassen sich Digitalisierungsprozesse systematisch gender- und queertheoretisch, bzw. intersektional fassen? Welche Diskurse zeigen sich zur Digitalisierung in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten? Wie lassen sich diese analysieren und worin zeigt sich ihre Vergeschlechtlichung? Welche Parallelwelten haben sich durch die Digitalisierung ergeben? Und wie sind neue technosoziale Realitäten wie etwa das Darknet strukturell mit Gender-Aspekten verknüpft?
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Die Herausgeber*